Simson Schwalbe

Die Simson Schwalbe KR51 ist die beliebteste in der Vogelserie

Simson S51

 

Die Simson Schwalbe KR51 wurde zwischen 1964 und 1986 über 1 Millionen Mal produziert. Selbst im Jahr 2015 sind noch über 150.000 Schwalben auf deutschen Straßen unterwegs. Zu DDR-Zeiten wurden von den Jugendlichen aber eher die Modelle Simson Star, Habicht, S50 und S51 bevorzugt. Dank des Baukastenprinzips lassen sich viele Ersatzteile und den Modellen miteinander tauschen. Bei uns finden Sie für ihre Simson Schwalbe eine große Auswahl an Ersatzteilen und Zubehör.
 
 

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Technische Details

  • Motor: Zweitakt-Ottomotor
  • Zylinder: 1
  • Hubraum: 49,6/49,9 cm³
  • Leistung: 2,5-2,7 kW bei 6500-5500/min
  • Höchstgeschwindigkeit: 60 km/h
  • Getriebegänge: 3 oder 4; Hand- oder Fußschaltung
  • Verbrauch je 100 km: 2,5-2,8 l
  • Tankinhalt: 6,8 l
  • Leergewicht: 79-81,5 kg
  • Zulässiges Gesamtgewicht: 230-260 kg
  • Sitzplätze: 2


 

Die Motoren der Simson Schwalbe

Die Simson Schwalbe wurde mit zwei verschiedenen Motoren ausgestattet, da gab es die Simson Schwalbe KR51 und die KR51/1 mit dem gebläsegekühlten 3-Gang-Motor M53 KHL. Die ersten Modelle der Simson Schwalbe KR51 wurden mit dem leicht modifizierten Vergaser Typ BVF NKJ-135-5 ausgeliefert, ab 1965 wurde dann der Vergaser BVF 16N1-1 verbaut. Ab 1968 wurde die Kr51/1 mit dem BVF Vergaser 16N1-5 ausgeliefert. Die gebläsegekühlte 3-Gang-Motor gab es anfangs nur mit Handschaltung und später ab 1965 dann wahlweise mit Fußschaltung.
 

Die Simson Schwalbe KR51/2 hatte den Motor Typ M531 und M541, dieser wurde durch den Fahrtwind gekühlt. Durch den Wegfall des Lüfterrad, verringerte sich auch der Geräuschpegel. Der Motor war sparsamer und elastischer, es gab ein neu konstruiertes Getriebe, wahlweise als 3.Gang oder 4.Gang mit Ziekeilschaltung, sowie mit Unterbrecher oder Elektronik Zündung. Ein weiter Vorteil war, dass der Motor schon bei geringen Drehzahlen sein Drehmoment entfalten konnte, dies wiederum bedeutet das nicht zu früh hoch oder runter geschalten werden muss.
 

Varianten der Simson Schwalbe

Die Unterschiede der verschiedenen Varianten, sind optisch nur gering. Bei den Modellen Simson Schwalbe KR51 und KR51/1 befand sich der Auspuff auf der linken Seite und hatte ein Spitzes Auspuffendstück, ab 1974 war das Auspuffendstück flach abgerundet. Bei dem Modell Simson Schwalbe KR51/2 befindet sich der Auspuff auf der rechten Seite.
 

Ein weiteres Merkmal für die Modell Unterschiede zwischen Schwalbe KR51, KR51/1 und KR51/2 war der Motor, dazu muss man aber unter die Haube schauen. Die Modelle Simson Schwalbe KR51 und KR51/1 haben einen gebläsegekühlten Motor, der auf der Lichtmaschinen Seite ein Lüfterrad hat.
 

KR51

KR51 - Die erste Generation der Schwalbe mit der Typenbezeichung KR51, ganz ohne einen Zusatz, produziert wurde sie von 1964 bis 1968. Anfangs wurde sie nur mit Handschaltung ausgeliefert und später wahlweise mit Fußschaltung. Erhältlich war sie in folgenden Farben atlantikblau, tundragrau und verkehrsorange.
 

Der Kippständer war aus Stahl und in Fahrzeugfarbe lackiert. Am Fahrzeugheck befand sich ein Katzenauge, der Kettenkasten war aus Aluminium und die Sitzbank hatte einen Chromrahmen. Die Steigleistung im 1.Gang des Motors betrug 15% bzw. 25% (Solo). Die Beschleunigung betrug (Solo) 9s von 0 auf 40km/h und 40s bis 60km/h. Der Kraftstoffverbrauch lag bei 3L/100km.
 

KR51/1

KR51/1 - Ab 1968 wurde die Simson Schwalbe mit der Bezeichnung KR51/1 gefertigt, sie besaß einen überarbeiteten Motor. Bei kaum veränderter Leistung aber deutlich gestiegenem Drehmoment, das bereits bei 5000U/min anlag. Die geringfügige Leistungssteigerung beträgt 3,6PS. Dadurch verbesserte sich wiederum die Beschleunigung und das Steigvermögen. Das Ansaugsystem wurde vergrößert und befand sich direkt hinter dem Vergaser, von dem ein Gummischlauch unter den Lenker führte, wo sich der Luftfilter befand.

Der Kraftstoffverbrauch lag bei 2,85L/100km. Äußerlich wurden nur geringe Änderung durchgeführt, in den 1970er Jahren wurden Gummi und Plastikteile sowie die Sitzbank schwarz statt beige. Um 1972 wurde die hintere Bremsnocke nach außen verlegt, was eine bessere Einstellbarkeit ermöglichte. 1974 wurde der Auspuff geändert, vom spitzen Auspuffendstück zum flachen abgerundeten Endstück. 1975 bekam die Simson Schwalbe einen schwarzen runden Spiegel.
 

Eine weitere wichtige Umstellung erfolgte 1975 bis 1976, da wurde das obere Pleuellager von Bronzebuchse auf Nadellager umgestellt, dadurch konnte die Ölmenge im Gemisch reduziert werden auf 1:50. Ebenfalls wurde ab Mitte 1976 die Kupplungshebel und Handbremshebel in Kunststoff gefertigt, außer bei den Modellen mit Handschaltung wurden weiterhin Metallhebel und der eckige graue Spiegel beibehalten.
 

KR 51/1 und KR 51/1 F - in beiden Grundmodellen wurden reibungsgedämpfte Federbeine verbaut. Bis 1973 gab es die Farbe tundragrau. Bei dem Modell KR51/1 F erfolgte die Schaltung mittels Fußschaltwippe. Im Jahr 1977 wurde eine längere Sitzbank (625mm) verbaut.
 

KR 51/1 S - wichtigstes Merkmal ist die halbautomatische Fliehkraftlamellenkupplung. Die Einschaltdrehzahl liegt bei 2300U/min und die Fassdrehzahl bei 4000U/min. Wichtig bei diesem Modell, die Schwalbe lässt sich bei Startproblemen nicht anschieben. Durch die Außenliegende Zündspule, konnte die Scheinwerferleistung erhöht werden auf 25/25Watt.
 

Die Schwalbe war außerdem mit hydraulisch gedämpften Federbeinen ausgestattet, die nur bei diesem Modell verchromte Hülsen besaß. Die Lackierung erfolgte in olivgrün und die Lenkerschale in beige, später 1978 wurde auf die Farbe signalrot umgestellt. Zu erkennen war das Modell auch am Schriftzug "SchwalbeS" und an dem fehlenden Kupplungshebel.
 

KR 51/1 K - bei diesem Modell wurde Motor und Elektrik der Grundausstattung und die Komfortmerkmale des Modells "SchwalbeS" vereint. Es gab hydraulisch gedämpften Federbeine für einen besseren Fahrkomfort. Ebenso gab es die längere Sitzbank. Ansonsten gab es die Lackierung pastellweiß mit goldfarbenen Schriftzug und saharabraun mit silberfarbenen Schriftzug.
 

KR51/2

KR 51/2 - Die Simson Schwalbe KR51/2 wurde von 1980 bis 1986 produziert. Die größte Erneuerung, war der neue Motor M531 und M541 mit 3,7PS, dafür wurde eine Änderung am Rahmen vorgenommen und zwar der Wegfall des Mittelstegs für die Aufhängung des Zylinderkopfs. Dafür gab es aber Verstärkungsbleche an der hinteren Motoraufhängung. Die Simson Schwalbe KR51/2 gab es mit zwei unterschiedlichen Zündsystemen, einmal mit Unterbrecher und einmal mit Elektronik.
 

Das Getriebe wurde neu konstruiert, es gab nun eine Ziehkeilschaltung mit einer 3.Gang oder 4.Gang Schaltung. Die Hinterradbremse wurde ebenfalls geändert, statt bisher mit Bowdenzugbetätigung wurde auf Bremsstange umgestellt, dadurch verbesserte sich erheblich die Zuverlässigkeit und Wirksamkeit. Die elektrischen Bauteile fanden einen neuen Platz unter der Lenkerabdeckung, der Luftfilter befand sich nun direkt hinter dem Vergaser, nur der Luftansaugschlauch blieb unter dem Knieblech. Zusätzlich wurde die Bremsleuchte von 18Watt auf 21Watt angehoben.
 

Äußerlich sind die Modelle der Simson Schwalbe KR51/2 kaum von ihren Vorgänger Modellen zu unterscheiden, lediglich wurde der Auspuff von der linken Seite auf die rechte verlegt, dass erleichtert den Ausbau des Hinterrades enorm und verringert die Verbrennungsgefahr. Optisch fällt auf, dass es nun ein rundes Rücklicht gibt, statt bisher ein eckiges. Ab 1983 gab es ein noch größeres Rücklicht BSL 122, mit 3 Schrauben statt mit 2 Schrauben. Die Lenkerschale der KR51/2 war außerdem von nun an schwarz lackiert.
 

KR 51/2 N - Diese Variante war mit dem neuen Motor in 3-Gang-Ausführung. Für die Federung wurden reibungsgedämpfte Federbeine verwendet. Bei dem N-Modell der Simson Schwalbe wurden Batterie und Blinker verbaut, was bei anderen Simson N-Modellen nicht der Fall war. Die Lackierung erfolgte anfangs in blau, ab 1983 in saharabraun.
 

KR 51/2 E - Diese Variante wurde mit hydraulisch gedämpften Federbeinen und dem neuen Motor in 4-Gang-Ausführung ausgeliefert, dadurch ergab sich eine Verbesserung der Fahrleistung bei Bergauffahrten und im Soziusbetrieb. Die Lackierung war braun, bis 1984 hell saharabraun und später dann im kräftig biberbraun.
 

KR 51/2 L - Das L bei dieser Variante steht für Luxusmodell. Die Ausstattung war gleich wie bei der KR51/2 E Variante, allerdings mit einer wartungsfreien Elektronik Zündung und einer Scheinwerferleistung auf 35/35Watt. Die Lackierung waren anfangs kirschrot und ab 1982 billardgrün.
 

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