Simson Motor M531 M541 M741


Simson Motor

Der Simson Motor - eine kleine Motorkunde

Simson hatte bereits mit der M54/M53 Baureihe einen Motortyp hervorgebracht, der vollständig im Unternehmen geplant und entwickelt wurde. Mit der M541 Baureihe wurde dies fortgeführt. Dabei wurden einige grundsätzliche Konstruktionsmerkmale vom Vorgänger übernommen – die einzelnen Baugruppen aber neu entwickelt. Bei diesem Simson Motor handelt es sich um eine durchdachte und leistungsfähige Konstruktion, die auch heute noch Bastler auf der ganzen Welt begeistert.
 

Simson Motor M53

Der Simson Motor M53 hatte generell einen Hubraum von 50 ccm, konnte aber mit zwei, drei oder vier Gängen kombiniert werden. Die Kühlung funktionierten beim Spatz, Sperber und der S50 durch Fahrtwind, bei der Schwalbe, dem Star und dem Habicht durch Gebläse. Die Kupplung war bei Sperber eine mechanische Ölbadkupplung-Standard, verstärkt oder wie bei der Schwalbe Automatik mittels Fliehkraft. Die Schaltung beim Simson Motor erfolgte per Fuß oder Hand.
 

Die Motorleistungen lagen beim Spatz bei 2,3 PS, bei der Ur- Schwalbe und dem Star SR4-2 bei 3,4 PS und bei Schwalbe-/1, Star SR4-2/I Habicht sowie S50 bei 3,6 PS. Die Zündung erfolgte über eine Magnetzündanlage, entweder mit Unterbrecher und 15 oder 25W Scheinwerferleistung oder als Elektronik-Zündung (ab 1978) mit 35 Watt.
 

Dies zeigt, wie verhandlungsfähig dieser Simson Motor ist. Bei technisch fast gleichem Aufbau, sah der Motor mit Gebläse zum Beispiel völlig anders aus, als mit moderner gestalteten Seitendeckeln. Anhand der exakten Typenbezeichnung des Motors, konnte man auf die Ausstattungsvariante schließen.
 

Technische Daten vom Simson Motor M541

Die Bezeichnung M541 wird allgemein als Sammelbegriff für die Baureihen M541, M531, M542, M532 sowie M741 und M742 verwendet. Dabei liegt allen Motoren das gleiche Baumuster zugrunde, die verschiedenen Varianten unterscheiden sich nur geringfügig.
 

Der M541 Simson Motor ist ein Zweitaktmotor und kam ab Ende 1979 in den Kleinkrafträdern Schwalbe sowie S51 und weiteren Baureihen zum Einsatz.
 

Bei allen Varianten vom Simson Motor M541 bestehen Kurbelgehäuse und Getriebe aus einem Gussblock. Der Primärantrieb ist hier schrägverzahnt, alle anderen Zahnradpaarungen sind geradverzahnt. Das Getriebe vom Simson Motor M541 wurde als Ziehkeilschaltung realisiert. Gehäuse und Zylinder wurden beim M541 aus AlSi9Cu1 im Druckgussverfahren hergestellt. Die Laufbuchse besteht aus Grauguss und ist im Zylinder eingepresst.
 

Alle 50cm³-Varianten vom M541 Simson Motor haben im Grundschleifmaß einen Hubraum von 49,9 cm³ und von 53,92cm³ im größten Ausschnitt. Die maximale Leistung beträgt 2,72 kW Leistung (3,7 PS) bei einer Drehzahl von 5500 pro Minute. Die Bohrung x Hubraum beträgt 38 × 44mm bei der Serie und 39,50 × 44mm im größten Ausschliff. Dabei sind werksseitig sechs Reparaturschliffe vorgesehen. Die Verdichtung beträgt 9,5 : 1. Der maximale Drehmoment beträgt 5 Newtonmeter bei 4800 Umdrehungen pro Minute, die Primärübersetzung ist 1 : 3,25. Betrieben wir der Simson Motor M541 mit einem Zweitaktgemisch 1:50.
 

Die 70cm³-Varianten haben im Grundschleifmaß einen Hubraum von 70,0cm³, im größten Ausschnitt von 71,54cm³. Die maximale Leistung beträgt hier 4,1kW Leistung (5,6 PS) bei einer Drehzahl von 6000 pro Minute. Die Bohrung x Hubraum beträgt 45 × 44mm bei der Serie und 45,50 × 44mm im größten Ausschliff. Dabei sind werksseitig zwei Reparaturschliffe vorgesehen. Die Verdichtung beträgt 10,5 : 1. Der maximale Drehmoment beträgt 6,7 Newtonmeter bei 5500 Umdrehungen pro Minute, die Primärübersetzung ist 1 : 2,952. Kraftstoff ist auch hier ein Zweitaktgemisch 1:50.
 

Alltagstauglich & variabel

Alle Simson Motoren waren alltagstauglich und variabel, ohne jedoch besondere technische Raffinessen aufzuweisen. Membraneinlaß, Drehschieber oder Getrenntschmierung sucht man - bis auf das Nach-Wende-Modell Sperber50 – vergebens. Dafür zeichnet sich ein Simson Motor durch Reparaturfreundlichkeit und Zuverlässigkeit aus. Dies ist sicherlich einer der Gründe, warum die Simson Motoren auch bis heute noch so beleibt sind.
 


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